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Brühl verfügt seit 2023 über ein integriertes Klimaschutzkonzept, das erstmals eine Strategie für Klimaschutz und Klimaanpassung formuliert. Der Rat beschloss die Umsetzung im Mai 2023. Das Konzept umfasst 25 Maßnahmen in fünf Handlungsfeldern und soll Klimaanpassung dauerhaft in der Verwaltung verankern. ( Stadt Brühl )

Darauf aufbauend veröffentlichte die Stadt 2024 ein Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz. Dort werden für Brühl konkrete Problemfelder, Risiken und Maßnahmen beschrieben. Im Maßnahmenkatalog des Anpassungskonzepts sind 15 Maßnahmensteckbriefe enthalten. ( Stadt Brühl )

Starkregen ist auch für Brühl ein reales Klimarisiko.
Die Stadt Brühl behandelt in ihrem Klimaanpassungskonzept ausdrücklich die Themen Hitze, Trockenheit sowie Extremniederschläge und Hochwasser. ( Stadt Brühl )

Warum das Thema wichtig ist

Mit dem Klimawandel steigt das Risiko für intensive Niederschläge, überlastete Kanalisationen, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller. Brühl hat diese Risiken systematisch untersucht und zusätzlich für einen Bereich der Innenstadt eine vertiefte Hotspot-Analyse durchgeführt. ( Stadt Brühl )

Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Hitzeaktionsplan: Brühl hat ihn mit Beteiligung der Bürgerschaft erstellt, um Hitzebelastung und UV-Exposition durch präventive Maßnahmen zu verringern. Die Ergebnisse wurden im April 2025 vorgestellt. ( Stadt Brühl )

Seit 2025 gibt es außerdem Mindeststandards für klimaangepasste Bauleitplanung. Darin nennt die Stadt unter anderem Begrünung, Entsiegelung, Versickerung vor Ort, Schutz vor Starkregen und das Prinzip der „Schwammstadt“ als wichtige Bausteine. ( Stadt Brühl )

Ein Blick in die Region: Bedburg-Kaster

Wie konkret die Risiken sind, zeigte das Unwetter vom 9. September 2025 im Rhein-Erft-Kreis. Laut Kölner Stadt-Anzeiger fielen in Bedburg teils bis zu 150 Liter pro Quadratmeter; betroffen waren unter anderem Kaster, Oppendorf und weitere Ortsteile. Im selben Bericht wird erwähnt, dass in Brühl der Spiegelweiher überzulaufen drohte. ( Kölner Stadt-Anzeiger )

Auch Radio Erft berichtete später, dass im Neubaugebiet Sonnenfeld in Bedburg-Kasternach dem Starkregen Wasser in Kellergeschosse eindrang und Schäden verursachte. ( Radio Erft )

Was das für Brühl bedeutet

Brühl muss sich auf mehr Hitze, mehr Trockenheit und mehr Starkregen vorbereiten. Klimaanpassung heißt deshalb ganz konkret:

• mehr Grün und Schatten in der Stadt

• weniger Versiegelung

• bessere Versickerung und Regenwasserrückhalt

• Schutz sensibler Bereiche und Infrastruktur

• verständliche Information für Bürgerinnen und Bürger ( Stadt Brühl )

Quellen und weiterführende Informationen

• Stadt Brühl – Klimaanpassungskonzept ( Stadt Brühl )

• Stadt Brühl – Klimaschutzkonzept ( Stadt Brühl )

• Stadt Brühl – Hitzeaktionsplan ( Stadt Brühl )

• Stadt Brühl – Hitze- und UV-Schutz ( Stadt Brühl )

• Stadt Brühl – klimaangepasste Bauleitplanung ( Stadt Brühl )

• Kölner Stadt-Anzeiger – Starkregen Bedburg/Brühl ( Kölner Stadt-Anzeiger )

• Radio Erft – Schäden in Bedburg-Kaster ( Radio Erft )